Was vor vielen Jahren geschah…

Eine Serie von Rainer Buttig — Ortschronist Hainewalde - «Was vor vielen Jahren geschah» ist eine Serie aus dem redaktionellen Teil des Nachrichtenblattes aus Großschönau. Im Mai 2010 wurde diese Serie durch den Hainewälder Ortschronisten Rainer Buttig ins Leben gerufen und erscheint seit dem aller zwei Monate. Mein Dank gilt Herrn Buttig für die Veröffentlichungsgenehmigung auf grussschiene.de. Hier ein kleiner Tipp: Erwerben Sie das Nachrichtenblatt von Großschönau — erhältlich in vielen Geschäften von Großschönau oder auf dieser Internetseite.

1622 29.07. wurde Hans Ullrich von Nostritz mit Hainewalde belehnt. 

1680 09.07. traf ein Blitzstrahl die Kirche und ging von der Spitze des Turmes bis ins Innere der Kirche, sie fing an zu brennen, das Feuer wurde aber glücklicherweise vom Zimmermann Hans Tannert gelöscht, der mit seinem Gehilfen dafür drei Taler als Belohnung erhielt.22.07. wird eine neue Spitze, Knopf und Fahne, feierlich wieder aufgesetzt

1683 19.07. starb Frau Blandine von Temritz, dieselbe stiftete das Armenessen für 72 Arme aus Hainewalde, Spitzkunnersdorf und Oderwitz.  

1694 18.07. Frau von Wehlen schenkte der Kirche ein aus Gold und Silber gesticktes Kruzifix aufs Altar. 

1700 05.07. erhängte sich ein hiesiger Gärtner auf dem Heuboden. Der Henker wurde gerufen, derselbe hieb ihn mit dem Beile den Kopf ab und begrub ihn im Busche. Sein Sohn erschrak so darüber, dass er sich auch entleiben wollte und weggeschlossen werden musste. 

1733 29.07. schlug früh 08.00 Uhr ein Blitz in den herrschaftlichen Kuhstall und brannte mit allen Scheunen nieder. Das Vieh war zum Glück ausgetrieben, viel Heu, Stroh und 800 Scheffel (1Scheffel = 104 Liter) Getreide fielen dem Feuer zum Opfer. 

1757 23.07. musste der Gottesdienst ausgesetzt werden, weil zwei Kroaten wegen Plündern nahe bei der Kirche erschossen wurden und ein dritter Spießrunten laufen musste. 1760 24.07. schlug der Blitz in den Turm des neu erbauten Schlosses und beschädigte denselben erheblich. 

1775 29.07. kam vormittags 11.00 Uhr ein großes Schloßenwetter. Man berechnete den Schaden auf 1.815 Taler. 323 Scheffel Wintergetreide wurden fast gänzlich zerschlagen. 

1778 15.07. starb der Landkammerrat von Canitz und die Güter von Hainewalde kamen an den Herrn Amtshauptmann von Kyaw. 

1803 04.07. entstand großes Hochwasser infolge durch Brechen des großen Seifhennersdorfer Teiches. 

1820 10.07. wurde der Dienstknecht Pfeiffer, als er bei der Mittelmühle Steine ablud von einem herabfallenden großen Stein erquetscht. 

1821 22.07. ertrank beim Wäsche spülen die Jungfrau Johanne Rosine Pallmann, 19 Jahre alt, im Siedemühlteich. 

August 

1595 17.08. wurde bei Hochwasser ein Haus, in welchem sich ein Bäcker und sieben andere Personen befanden, vom Wasser weggerissen. Der Mann, der die Leute retten wollte, ertrank ebenfalls. 

1643 06.08. wurde eine Streife des schwedischen Obristen Reichwald vor der Koitsche in Hainewalde überfallen und zum Teil gefangen genommen.


1689 11.08. fiel bei einem starken Gewitter ein Wolkenbruch zwischen Großschönau und Waltersdorf, der vielen Schaden verursachte. Das dadurch entstandene Hochwasser riss die Hofebrücke und sämtliche Stege im Orte weg. 

1701 06.08. wurde Georg Zeisig, gebürtig aus Bertsdorf, welcher hier als Ziegelstreicher in Arbeit stand, in Zittau gerädert, er war wegen Ehebruch in Untersuchung genommen, aber aus dem Gefängnis entwichen und nach Ungarn geflohen, wo er eine Frau ermordete und ein Haus ausgeraubt hatte. 

1731 24.08. wurde auf dem Butterberge in einem Reisighaufen ein neu geborenes, lebendes Mädchen gefunden und in der Taufe Johanna Reisigerin genannt. Die Mutter derselben wurde später in Niederoderwitz entdeckt. 

1746 01.08. erstickte der 3-jährige Sohn des Obermüllers Johann Georg Tietze im Mehlkasten. 


1757 in diesem Monat sollte Hainewalde an das Kaiserliche Lager bei Kleinschönau 20.000 Bund Heu liefern, doch waren nur 15.000 Bund aufzubringen. 

1758 03.08. wurde am Namenstage der Landesfrau das Schloss und Garten mit 2.700 Lampen illuminiert.


1833 16.08. Bauergutsbesitzer Johann Gottlob Rößler wird zum Richter ernannt.


1848 01.08. brannte in Niedergroßschönau die sogenannte Pochemühle ab, wodurch auch in Hainewalde Gottlob Rößlers, Ehrenfried Eiselts, Gottfried Stübners, Christian Wiedemuths Wohnhäuser, die sogenannte Quetsche mit Nebengebäude (jetziges Armenhaus) (heut Talstraße Nr. 5), Gottfried Rößlers Ausgedingehaus gänzlich niederbrannten. Diesen Hausbesitzern und denen dort zur Miete wohnenden Leute ging auch der größte Teil ihrer Habe verloren. Das Feuer hatten drei aus Lohmen stammende Jungen angelegt. Durch welche ein hiesiger Schneider Krause beschuldigt wurde, dass er es gewesen sei, er musste lange in Untersuchung sitzen. Im ganzen Dorf musste man die Häuser wegen des Flugfeuers und großen Sturm schützen. Denn dasselbe war bis Oderwitz und Herrnhut geflogen. Der Besitzer der Mühle, welcher bei Ausbruch des Feuers mit seinem Geschirr in Zittau gewesen, hat das Geschirr stehen gelassen, nachdem er das Feuer gesehen, war ins Gebirge gegangen und hat sich durch Erhängen das Leben genommen. 

1850 16.08. starben bis 23. September 25 Personen an der Cholera.


1617 27.05. starb Wolfgang Engelmann, Pfarrer in Großschönau im 83. Lebensjahr, er war 61Jahre im Amt. Hainewalde war zu dieser Zeit Filiale von Großschönau, Pfarrer in Hainewalde war Kaspar Holstein von 1617 – 1625. 

1717 27.05. starb Frau Victoria-Tugendreich von Canitz, geb. am 25. Mai 1657 in Gießmannsdorf. Sie wurde in der neuen, 1715fertiggestellten Gruft beigesetzt.

 

1750 19.05. ertrank die 3-jährige Tochter des Gärtners Gottfried Weber in der Mandau. 

1825 18.05. wurden die drei Glocken, nachdem man sie hatte umgießen lassen, wieder aufgehangen. Sie hatten ein Gewicht von 27 Zentner und kosteten 540 Taler 18 Groschen.  

1834 wurde die Kirche bestohlen, aus dem Gotteskästchen 12 Groschen entwendet und aus der Sakristei die drei neuen Leuchter. Zur Zeit der Ernte wurden dieselben im Niederdorfe in einem Getreidefeld wiedergefunden.
 

1835 09.05. Frau von Kyaw geb. von Linnefeld schenkte der Kirche ein Kruzifix zum Aufstellen auf den Altar und eines zum Gebrauch bei Begräbnissen. 

1837 02.05. wurde auf dem Kirchhofe ein Mann mit durchschnittener Kehle gefunden.


1856 06.05. ging die Gerichtsbarkeit über Hainewalde an den Staat.


1857 20.05. ertrank der 4 ½ Jahre alte Sohn des Einwohners Johann August Altmann im Mühlgraben. Das gesamte Areal von Hainewalde beträgt 2256 Acker und 75 Ruten (1 Acker = 300Ruten, 1 Rute = 18,6 qm), dazu kommen noch Kirche und Kirchhof 246 Ruten, Mandau 54 Acker97 Ruten. Hainewalde hatte 2605 Einwohner, es gab 343 Gebäude, 24 Bauergüter, 14 Gärtner und290 Häusler.   

Juni 

1666 16.06. ertrank bei großem Wasser ein Mann in der Mandau. In Warnsdorf ertranken 12Personen. Die drei Jahre alte Elisabeth Marschner wurde in Hainewalde herausgezogen, die übrigen wurden, teils in Herwigsdorf, Pethau, Zittau ans Ufer gespült und in Warnsdorf begraben. 

1754 20.06. fiel der 29 Jahre alte Junggeselle Johann Georg Jähne in die Lehmgrube bei der herrschaftlichen Ziegelscheune und wurde tot herausgezogen. 26.06. als das Geburtstagsfest der Kammerfrau von Canitz gefeiert wurde, sprang beim ersten Schuss eine eiserne Kanone in Stücke, einen jungen Burschen wurde eine Laterne in der Hand zerschmettert, er selbst und viele dabeistehenden blieben unverletzt. 

1762 die Herrschaft verordnete: das bei einemGewitter mit allen Glocken zu läuten sei. 

1773 18.06. kam ein großes Hagelwetter, alle Früchte wurden in den Boden geschlagen, das man nicht sah wo es gestanden hatte. Die Wiederherstellung der Mondglasscheiben der Kirche, des Pfarrhauses und der Schule kosteten 120 Taler. Der Schaden an zerschlagenen Fenstern im Dorfe wurde auf 1000 Taler geschätzt. Der Hagelkörner blieben bis zu 8 Tage liegen und waren ca. 60Gramm schwer. 

1781 15.06. erhielt das Schloss den ersten Blitzableiter, es war der erste in der Oberlausitz.  

1804 14.06. wurde durch Hochwasser die Brücke beim Schloss zerstört. 

1815 02.06. wurde der neu vergoldete Turmknopf der Kirche aufgesetzt. 

1819 24.06. wurde das erste Privilegierten Schießen abgehalten, wobei die Schützen erstmalig in Uniformen gingen. 

1821 16.06. starb Herr Ernst August Wilhelm von Kyaw, sein Nachfolger wurde Ernst Gustav Hermann von Kyaw geb. den 6. April 1806. 

1828 06.06. war die Grundsteinlegung für die neue zweite Schule. Sie wurde am 26. 1830eingeweiht, die Baukosten betrugen: 2364 Taler, 19 Groschen und 2 Pfennig. (heut Kindergarten) 

1861 20.03. Geriet der herrschaftliche Dienstknecht Gustav Schulze aus Lauterbach bei Görlitz aus Versehen in das äußere Getriebe einer Dreschmaschine, wodurch ihm das rechte Bein so gerissen wurde, dass es ihm noch am selben Abend oberhalb des Knies abgenommen werden musste. 

1873 01.03. Verheiratete sich der Majoratsherr Ernst Gustav Herrmann von Kyaw mit Fräulein Anna von Starschädel aus und in Zittau.

1885 22.03. Die Hainewalder Kirche erhielt einen herrlichen neuen Schmuck durch die Güte des Fräuleins Luise von Kyaw in Gestalt eines Kronleuchters. Derselbe wurde über dem Altar aufgehangen, der Pfarrer weihte den Kronleuchter in seiner Predigt. Fräulein von Kyaw schenkte bei dieser Feier noch 24 gute Kerzen. 29.03. Brannte die Breitebergschänke gänzlich ab. Besitzer war Vorknecht. 

1894 18.03. Zum Palmsonntag war ein außergewöhnlich hoher Schnee, so dass die Konfirmanden nur mit Mühe in die Kirche gehen konnten und zum großen Teile auf Schlitten dorthin gebracht werden mussten. 

1897 23.03. War der 3 ½ Jahre alte Knabe von Oskar Neumann bei dem Kirchsteg in den Mühlgraben gefallen, er wurde aber erst am 14. April im Niederdorfe in der Mandau aufgefunden. 

1898 15.03. Nahm sich die Ehefrau von Ernst Mättig am Pfaffenberg in der Mandau, infolge eines unheilbaren Leidens, das Leben. 17.03. Verließ Dr. Gräbner wieder Hainewalde. 

1901 04.03. Kam Hilfslehrer Geißler nach Hainewalde. 

1902 30.03. Fand man im Straßengraben am Breiteberge einen männlichen Leichnam, stammend aus Reichenau. 

1904 15.03. Kam Dr. Buse, ein sehr tüchtiger junger Arzt, er verließ aber schon Ende September wieder unseren Ort. 

April 

1859 21.04. Am Gründonnerstag kam Nachmittag ein Gewitter mit Schlossen, jedoch ohne Schaden. Abends war ein Nordlicht. Die alte Sitte, das sogenannte Gründonnerstag– Gehen der Kinder, wurde in diesem Jahr verboten. 

1865 02.04. Feierte Pastor Wilhelm Dornik sein 50-jähriges Amtsjubiläum und erhielt von Sr. Majestät das Ritterkreuz des Albert Ordens. Ihm zu Ehren hatte man beim Oberkretscham eine Ehrenpforte aus Schnee gebaut. 

1869 08.04. Ertrank die Ehefrau des Friedrich Wilhelm Wündrich im Alter von 32 Jahren in der Mandau. 

1877 05.04. Kam Pastor Oswald Richter aus Döbeln. 1882 17.04. Kam Lehrer Carl August Haake nach Hainewalde. 

1883 Schenkte zu Ostern der Konfirmand Georg von Kyaw der Kirche ein neues Taufbecken und eine neue Kanne. 

1890 Die Mauer auf der östlichen Seite des neuen Gottesacker wird gebaut, da mehr Erbbgräbnisse gebraucht werden. 

1897 19.04. Verheiratete Hermann Großer mit Anna Wünsche und ist diese Hochzeit besonders erwähnenswert, weil dazu vier Uhrgroßväter, drei Uhrgroßmütter, zwei Großväter und zwei Großmütter teilnehmen konnten. 

1898 08.04. Brannte am Karfreitag die große mit viel Getreide gefüllte Scheune vom Rittergut von Kyaw, dieselbe war stundenweit sichtbar gewesen. 24.04. Brannte der Ziegelschuppen des von Kyaw. Abends, wo gerade der 70-jährige Geburtstag und das 25-jährige Dienstjubiläum im Oberkretscham gefeiert wurde. 

1903 05.04. Fiel beim Läuten zur Konfirmation der Klöppel von der großen Glocke herunter und streifte den Glöckner Neumann glücklicherweise nur etwas an der Hand.


1905 10.04. Ertrank der Maurer Carl Ernst Prinke in der Mandau, wurde aber erst nach vier Wochen aufgefunden. 27.04. Wurde der Grundstein zum Bau des Carolaheimes gelegt. Ausgabe

1863 20.01. Hatten wir einen großen Sturm, fortan einen milden Winter. Am 30. Januar wird im Niederdorf, bei 10° C Wärme, eine spielende Natter angetroffen. 

1868 02.01. Wurde die seit 1867 im Bau befindliche Zittau-Großschönau-Bahn dem Verkehr übergeben. Mit Feuerwerk, Böllerschüssen, sowie einen großen Teil der Gemeinde wurde der Festzug begrüßt. Aus diesem Anlass des hoch bedeutsamen Festes wurde an 300 Arme, Brot, Reis und Fleisch verteilt. Da man damals den Dampfrössern Namen gab, die ersten Lokomotiven nannte man „Großschönau“ und „Germania“.

1876 05.01. Starb der berühmte Heilgehilfe Carl Traugott Zöllner. Geboren: 1801 (Auf dem Breiteberg stand ihm zu Ehren ein Gedenkstein, gewidmet vom Hainewalder Gebirgsverein) 

1888 05.01. Kommt der neue Kirchschullehrer Benjamin Müller in die Gemeinde, ohne besondere Einzugsfeierlichkeiten wegen des strengen Winters. Er lebte hier viel Jahre als Kantor bis zu seinem Tode. Abends in der neunten Stunde tönten die Sturmglocken, das Wohnhaus des Gutsbesitzers Rösler an der Bahn, brannte total nieder, die anderen Gebäude blieben unversehrt. Die Entstehungsursache ist unbekannt, man vermutet, Funken der vorüber fahrenden Lokomotive hätten den Brand verursacht. 

1891 02.01. Der Ortspfarrer (Friedrich Leuner) weist den bisherigen Hilfslehrer Kohlberger als III. ständigen und den Vicar Lange als Hilfslehrer ein. Der bisherige III. Lehrer Pfennigwerth, wegen Sittlichkeitsvergehen gröbster Art angeklagt, war bereits im August 1889 flüchtig geworden, ohne wieder aufgegriffen zu werden. 

1892 Im Januar forderte die Influenza auch in unserem Ort etliche Opfer. Innerhalb von 10 Tagen starben die Ehepaare Kluttig und Menschel, sie wurden an einem Tag beerdigt. 

1897 01.01. Erhielt unser Ort den ersten Arzt, dem Herm Dr. Gräbner aus Bayern. Er erhielt als Beihilfe von der Gemeinde jährlich 300,– Mark. 12.01. Wurde das Dienstmädchen des Gemeindevorstandes Klien, Marie Gärtner aus Herwigsdorf, auf dem Wege nach Spitzkunnersdorf ermordet. (Darüber wurde in den vergangen Ausgaben als Lustmord ausführlich berichtet.) 

1900 22.01. Wurde Ernst Hermann von Kyaw, der Bruder des hiesigen Majoratsherrn, hier beerdigt. 

1901 02.01. Diesen Tag kam Dr. Otte aus Leipzig. 


1904 16.01. Starb Anna von Kyaw, geb. von Starschädel, die Witwe des verstorbenen Majoratsherrn Emst Hermann von Kyaw. 

Februar 

1863 14.02. Früh, in der ersten Stunde, brannte Christian Gottlieb Peuckerts Haus im Niederbusche, die sogenannte Buschschänke, gänzlich nieder und es konnte nur wenig gerettet werden. 
 

1869 28.02. Verunglückte der Schneidermeister Gottfried Schirmer, wohnhaft auf dem Viehweg, er war in der Dunkelheit vom Weg abgekommen und in den Wassergraben neben dem Viehweghäusern gestürzt, wo man ihn den anderen Morgen tot auffand. 

1870 27.02. Am Mittag gegen 12.00 Uhr, ging die erste Nachricht von der Unterzeichnung des Friedens zu Versailles ein; Geläut mit allen Glocken, Dienstag Vormittag Zug in die Kirche, 11.00Uhr Gottesdienst, abends Illumination. Ein beabsichtigter Lampionzug konnte wegen der ungünstigen Witterung nicht stattfinden. Die Opfer des Krieges aus Hainewalde waren: Carl August Kluttig, gefallen am 14.12.1870 Ernst August Neumann, verwundet bei Paris, gestorben am 27.12.1870 Johann Gottfried Tannert, schwer verwundet. 

1885 03.02. In den Morgenstunden wütet ein heftiger Sturm, der die südliche Zaunhälfte an der neuen Schule absprengte und samt Belagsteinen Zertrümmerte und in den Graben warf. Auch der Kirchturm wurde beschädigt. 

1886 Bereits drei Wochen vor Weihnachten war die Diphtheritis ins Dorf gekommen und fielen derselben bis zum Ende des Februar 13 Kinder zum Opfer, darunter drei Schulkinder. Obwohl viele Kinder entweder wegen eigener Krankheit oder Erkrankung von Geschwistern die Schule versäumen mussten, brauchte nur die Kirchschule vom 15. – 22. Februar geschlossen werden. 

1887 29.02. Durch die Nachlässigkeit des Essenkehrers konnte in der Pfarrerswohnung ein gefährlicher Brand entstehen, es war die hölzerne Tür an der Esse in Brand geraten, er wurde aber zum Glück bemerkt. Seitdem sind die Türen innen mit Eisenblech beschlagen.


1891 26.02. Es pfeifen die ersten Stare in den Bäumen. 

1892 22.01. Wurde der Maurer Eduard Tietze vermisst, er wurde erst am 17. April bei der Scheibebrücke in Herwigsdorf wiedergefunden. 


1899 28.02. Brannte die große Feldscheune des Herrn von Kyaw ab. 

1901 08.02. Wurde die Ortskrankenkasse gegründet, Vorsitzender wurde Hermann Ockwitz.

1860 19.11. Früh wird Frau Lea Dorothea Mattig, 32 Jahre alt, mit ihrem fast 18 Monate alten Töchterchenin der Nähe der Mittelmühle (Papierfabrik), tot in der Mandau aufgefunden. Das Kind hatte sie sich mit einem Betttuch fest an ihren Leib gebunden und war wahrscheinlich am Abend vorher in den Tod gegangen. 

1862 25.11. Waren große Stürme, welche auch Dächer beschädigten. Der November und Dezember brachte dafür wenig Schnee und geringe Kälte.

1866 27.11. Abends 07.00 Uhr, fand zum Abschluss des Krieges ein Abschlussgottesdienst bei erleuchteter Kirche statt. Die Kirche vermochte die einheimischen und fremden Besucher kaum fassen. Die heimkehrenden Soldaten, deren zu Ehren der Gottesdienst stattfand, saßen auf den Altenplätzen. 

1867 12.11. Wurde das Geld für die Grundstücke, welche die Bahn für den Neubau aufgekauft hatte, ausgezahlt. 

1875 10.11. Brannte das Haus Nr. 231 auf dem Breiteberge, dem Forstschutz Fischer, gehörig ab.

1882 29.11. Verstarb der Rittergutsbesitzer Herr Gustav Hermann von Kyaw, geb. 06.04.1806. 

1883 07.11. Gibt es ein Armenessen auf dem Schloss, anlässlich des 200-jährigen Jubiläums besagter Stiftung. Infolge der seit einem halben Jahr begonnenen Renovationsbauten des Schlosses wird dieses Mal die mit dem Armenessen verbundene Feier abgehalten, die Festrede hält Pfarrer Leuner. 10.11. Wurden anlässlich des Lutherfestes zwei Lindenvor der neuen Schule gepfl anzt. Fräulein Louise von Kyaw stiftet eine prächtige Altarbibel. 18.11. Gründung eines Frauenvereins in der Scheibeschmiede, Vorstand war Frau von Kyaw. 

1893 15.11. Pfarrer Taubert traf mit dem Zug 01.20 Uhr mit Frau und Tochter in Hainewalde ein. Er wurde Sonntag, den 19. November in hiesiger Kirche durch Kirchenrat Keller in sein Amt eingewiesen, anwesend waren die Pfarrer aus Niederoderwitz und Spitzkunnersdorf. 

1899 15.11. Findet die erste öffentliche Gemeinderatssitzung statt.


1900 16.11. Brannte die Feldscheune von Rittergutspächter Gliemann ab. 

Dezember 

1867 03.12. Hatte Hainewalde 2.756 Einwohner, 1.443 weibliche, 1.313 männliche, Bewohner. Der Viehbestand: 90 Pferde, 475 Rinder, 173 Schweine, 762 Schafe, 270 Ziegen, 110 Bienenvölker. 

1868 07.12. Hatten wir einen orkanartigen Sturm, welcher großen Schaden anrichtete. Mittags01.00 Uhr stürzte vom Kirchturm die Fahne und die Hälfte des Knopfes herab, welcher 100 Ellen von der Kirche in einen Garten geschleudert wurde, viele Obstbäume und Tausende von Stämmen in den Wäldern wurden umgebrochen. Die ältesten Leute hatten noch keinen so großen Sturm erlebt. 

1885 09.12. In der 11. Stunde nachts brannte im Niederdorfe, neben der Mühle, (Niedermühle) das Neumannsche Haus ab. Die Betroffenen konnten nur wenig retten. Eine Sammlung in der Gemeinde ergab ca. 220 Mark für die Geschädigte. 18.12. Gab es wieder Feueralarm. Es brannte im Armenhaus, (heut Talstraße 5) doch wurde das entstehende Feuer, das auf dem Boden im Heu seinen Ursprung hatte, rechtzeitig wieder gelöscht. Als Anstifter des Brandes wurde eine liederliche lnsassin des Armhauses gefänglich eingezogen. Das zuende gehende Jahr 1885 brachte für das Pfarrhaus eine ganz neu eingerichtete Stube. Dieselbe erhielt durch die Mitfinanzierung des Kirchenvorstandes eine Schwebedecke, neue Wände, ebenso Fenster und Dielen. Anstrich und Malerei bezahlte der Ortspfarrer selber. 

1885 13.12. Heute Abend 08.45 Uhr brannte die mit reichen Erntevorräten dicht gefüllte Scheune des Gutsbesitzers Schnitter (heut Mühlstraße 10) ab. Leider wurde als Brandstifter ein 11-jähriger Schulknabe ermittelt, er wollte es gern brennen sehen. 20.12. Tobten sehr heftige Schneestürme, so dass die Bahnzüge am Abend des 20. aufhörten zu fahren, am 21. ganz weg blieben und erst am 22. versuchsweise zwei Züge am Abend wieder fuhren. Es lag über 1 Meter hoch der Schnee. 

1887 22.12. Verabschiedet sich der Kirchschullehrer Schuster. Die Gemeinde verliert in Herrn Schuster einen ebenso gewissenhaften und tüchtigen, wie begabten und umsichtigen Lehrer, der mit reichen Erfolg 8 Jahre hier wirkte. Sein Nachfolger wurde Herr Benjamin Müller. 

1900 Wurde die Jahrhundertwende mit einen großen Aufwand im Oberkretscham gefeiert, wo Herr Lehrer Haake einen sehr interessanten Vortrag hielt. Um 12.00 Uhr sollte bei Glockenschlag in dem prächtig illuminierten Orte ein Umzug mit Fackeln stattfinden, die Kälte aber war so groß, dass den Musikanten die Instrumente eingefroren waren und der Zug aufgelöst werden musste.

1861 09.09. Früh verlor plötzlich Gustav Münch sein Leben, Hausbesitzer und Zimmermann, durch einen Fall vom Scheunenbalken, wo er des Nachts geschlafen hatte. 17. – 26.09. Lag beim diesjährigen Landmanöver die erste Batterie der reitenden Artillerie mit 105 Pferden und vier Kanonen in Hainewalde im Quartier.

1863 13.09. Starb der Gemeindevorstand Christian Friedrich Döring, Gärtner und Maurer, Gemeindevorstand wurde Karl Gottfried Hamann, Häusler und Weber.

1865 24.09. Feierte der Gedingegärtner und Kirchvater Karl Gottlieb Tannert das 50. Ehejubiläum und wurde in der Kirche feierlich eingesegnet.

1866 Der Krieg des Sommers brachte hiesiger Gegend viele Gefahren. Die Breitebergstraße passierte preußische Truppen in der Richtung von Großschönau nach Zittau. Gefallen sind in diesem Krieg zwei Hainewalder Soldaten und zwar Johann Gottlieb Fritsche und Carl Gottfried Großer. In der Kirche, südlicher Seitenausgang, hängt für die Soldaten eine Gedenktafel.

1873 24.09. Ertrank in der Mandau das Kind von August Flammiger. 

1883 Diesen Sommer war eine außergewöhnlich reiche Obsternte. 

1885 14.09. Wurde der Grundstein zur Heinrichbrücke gelegt. 

1886 13.09. Brannte die Scheune des Gutsbesitzers Wilhelm Schnitter mit völliger Ernte. Brandstifter war der 11-jährige Schulknabe Jähne, von hier. 

1891 02.09. An diesem Tage wurde auf dem Breiteberg das Kaiser-Friedrich Denkmal festlich eingeweiht.Der Ortspfarrer hielt vor einer ungeheuren Menschenmenge die Weiherede. Das Denkmal dient Berg und Umgegend zur Zierde. 

1893 21.09. Hielt Pastor Leuner seine Abschiedspredigt und ging nach Glößa. Pastor wurde Johannes Taubert aus Ehrenfriedersdorf. 

1897 25.09. Wurde die Mandaubrücke im Niederdorfe eingeweiht. 1903 09.09. Verunglückte der15-jährige Sohn des Fuhrwerksbesitzers Oskar Neumann tödlich beim Langholzfahren auf dem Weg nach Zittau. 

Oktober 

1861 22.10. Wurde der Grundstein zu der neuen Brücke über die Mandau, beim Oberkretscham, gelegt. 

1867 Im Oktober wütete in Hainewalde das Scharlachfieber, es starben viele Kinder. 

1869 27.10. Schneite es, in der Nacht gefror es und am 28. Oktober war völliger Winter. Der jedoch nur kurze Zeit dauerte. Das Laub war meistens noch auf den Bäumen. 

1871 25.10. Starb Frau Julie Charlotte von Kyaw, geborene Leupoldt. 

1873 25.10. Starb im Alter von 82 Jahren der emeritierte Pastor Dornick, er wurde am 29. Oktober hier begraben. 

1879 07.10. Wurde die Kirchschullehrerstelle durch August Schuster besetzt. 

1881 03.10. Wurde der neue Friedhof eingeweiht. 

1884 Im Oktober kam endlich eine umfangreiche Turm– und Kirchenrenovierung zustande. Das Gotteshaus präsentiert sich nun in würdiger Form, die Kosten belaufen sich auf 5.500 Mark. Der Ortspfarrer gedachte in der Kirmespredigt in ausführlicher Weise des bedeutsamen Baues. 

1885 26.10. Verunglückte der Steinbrecher A. Preibisch beim Brechen von Steinen, indem er beim Straßenbau beim Bahnhof unter einen Stein geriet, an dessen Quetschungen er einige Tage darauf verstarb. 

1886 16.10. Erschoss sich auf dem Grabe seiner Mutter, aus Liebeskummer, der Junggeselle Hockauf. Er wurde in aller Stille im Grabe seiner Mutter beerdigt. 

1889 06.10. Wurde der Maurer August Köhler beim Kirchensteg an der Schleuse tot aus dem Wasser gezogen, er war zwei Tage vorher nur wenige Schritte von seiner Wohnung, gegenüber der Mittelmühle (Papierfabrik), von einem Fleischerwagen angefahren und ins Wasser gestürzt. 

1890 25. / 26.10. In der Nacht brannte die volle Scheune des Gutsbesitzers Kluttig (heute Butterberg 46) im Niederdorf ab, wobei das Wohnhaus in der größten Gefahr war. Ruchlose Hand hatte den Brand verursacht. 

1891 07.10. Wurde der 81 Jahre alte Gottlieb Bräuer vom Butterberg unterhalb der Schlossbrücke tot aus dem Mühlgraben gezogen. 

1892 An Stelle des hölzernen Kirchsteges unterhalb der Kirche, wurde in diesem Monat eine eiserne Brücke mit hölzernen Bohlenbelag vollendet, zu deren Bau die Kirche 100 Mark gegeben, der ganze Bau kostete 1.600 Mark. Das Pfarrdach wurde völlig umgedeckt und der Giebel neu hergestellt. 

1860 31.07. Schwoll infolge anhaltender Regengüsse die Mandau so an, dass die Flut größer war als im Jahr 

1804. Das Wasser drang in viele Häuser. Ufermauern, Wege und Gärten wurden sehr beschädigt. Der sogenannte Eichhörnchensteg wird ganz, der Kirchensteg zur Hälfte fortgeschwemmt, an ersteren auch der mittlere Pfeiler ganz zerstört.

1862 04.07. Früh in der zweiten Stunde brannte das Gebäude des Gutsbesitzers Gottfried Neumann beim Niederkretscham, auch das Wohnhaus bis auf die Stube nieder. Schweine, Hühner und Tauben verbrannten, auch viele Hausgeräte. Da das Feuer in der Scheune ausbrach, so ist eine Anlegung wahrscheinlich.

1871 09.07. Großes Tunfest, Einweihung einer neuen Turnerfahne, es waren elf auswärtige Vereine anwesend. 

1876 26.07. Ertrank in einer Wasserpfütze die Tochter des Einwohners Schindler auf der Charlottenruhe. 

1878 24.07. Verunglückte der Hausbesitzer Carl Wagner, gegenüber der Mittelmühle beim Steine brechen tödlich, sein Haus wurde später wegen Straßenbau abgerissen. 

1884 24.07. Fertigstellung der am neuen Gottesacker errichteten Pumpe, 26 Ellen tief. Infolge des herrlichen Juliwetters prächtiger Stand der Früchte auf den Feldern.

1888 09.07. Wurde die Brücke im Oberdorf dem Verkehr übergeben. Die Kosten der Eisenkonstruktion betrug 9.000 Mark, an Mauerwerk 4.000 Mark, sie besitzt eine Tragfähigkeit von 21.000 Kilogramm und soll nach dem in nächster Nähe wohnenden Tischler Heinrich Tannert, der beim Bau den Arbeitern immer freundlich und unterstützend zur Hand gegangen „Heinrichbrücke“ heißen. 

1897 30.07. Fiel bei großem Hochwasser der Mauer Gottlieb Föst hinter seinem Haus in die Mandau und wurde erst am anderen Tag bei Pethau gefunden. 

1901 17.07. Am Schießsonntag zogen über unseren Ort gegen 11.00 Uhr vormittags zwei schwere Gewitter mit Schlossen begleitet. Dieselben traten mit einer ganz besonderen Heftigkeit auf. Ein Blitzschlag fuhr in das Haus des Maurers August Arnold. Es brannte vollständig nieder. Zu gleicher Zeit aber zündete auch ein Blitz in die Telefonleitung der Papierfabrik, außerdem schlug der Blitz in das Haus des Zimmermanns Wilhelm Münch im Oberdorf und in das Haus des Friedrich Flammiger im Niederdorfe. Auch in viele Bäume hatte der Blitz geschlagen, im ganzen waren gegen 20Blitzschläge in Hainewalde niedergegangen. Nach Verlauf einer Stunde wurde wieder das herrlichste Schießwetter. 

1903 11.07. Schlug der Blitz abends in das Wohnhaus des Maurers Oskar Großer, Nr. 273 und äscherte es vollständig ein.

 

August 

1865 31.08. Erhängte sich in der Ziegelscheune Gottlieb Döring aus Ruppersdorf. Er war hier als Tagesarbeiter beschäftigt. Der Grund war Trunksucht. Der Leichnam wurde zur Anatomie abgeliefert. 

1869 Fräulein Louise von Kyaw beschenkte die Kirche mit einer schwarzen Kanzelbekleidung.16.08. Kam vormittags in der 10. Stunde König Johann von Zittau aus, durch Hainewalde. Der Zug hielt einige Minuten und es hatten sich der Herr von Kyaw, die Gemeindevertreter und die Schulkinder mit ihren Lehrern eingefunden. Der Herr Vorstand hielt die Begrüßungsrede und ein Enkel des Herrn von Kyaw überreichte einen Blumenstrauß. Unter lebhaften Hochrufen fuhr der Zug weiter. 

1870 Im Sommer waren herrliche Nordlichter. 1882 18.08. Brannte das Haus von Gottfried Prinke am Breiteberg. 

1885 22.08. Feier des Schulfestes, wenn auch durch einige Regengüsse bedroht, auf dem Schießhausplatz. An die 420 Kinder beteiligten sich an denselben und es war dasselbe von Anfang bis Ende wohl gelungen. Der Lampionumzug abends von 08.00 bis 09.00 Uhr, der vom Schießhaus beim Schloss vorbei über die Brücke, Kaiserstraße durch den Kretscham nach der neuen Schule ging, setzte dem ganzen die Krone auf. 

1888 31.08. Wurde der Trichinenbeschauer Geißler auf der Straße tot aufgefunden. 

1889 08.08. Flüchtete der Schullehrer Pfennigwerth. Er war beschuldigt, bei schulpf lichtigen Mädchen strafbare Handlungen begangen zu haben. Als er vom Schutzmann Döring bewacht wurde,wollte er anscheinend Herrn Lehrer Haake zur Tür hinaus etwas sagen, in dem Augenblick sprang er hinaus, verschloss die Tür von außen, so dass der Schutzmann ihn nicht verfolgen konnte und floh. Man ist seiner nicht habhaft geworden. 

1892 14.08. Wurde der Hausbesitzer Wagner vom Viehweg tot in einem Brunnen auf Oberkretschamflur aufgefunden. 1895 05.08. Eröffnung der hiesigen Sparkasse. Ein Kassierer, Lehrer Haake, ein Kontrolleur, Hermann Ockwitz. 

1896 12.08. Fiel das zwei Jahre alte Mädchen des Maurers August Köhler beim Kirchsteg in den Mühlgraben und wurde in der Hecke tot herausgezogen.


1902 04.08. Fiel das zweijährige Söhnchen des Maurers Hermann Albrecht in den Mühlgraben und wurde bei der Niedermühle tot herausgezogen.

1861 12.05. hatten wir sehr große Wärme, 24Grad. 20.05. Zum Pfingstsonntag schneite es den ganzen Vormittag, es lagen mehrere Zoll hoher Schnee.

1862 Am Pfingstsonntag wurde Gottlieb Neumann, genannt Schulliebs, im Alter von92 Jahren begraben. Seine Nachkommenschaft betrug 106 Seelen. An denselben Tage feierte seine Tochter die goldene Hochzeit.

1864 11.05. starb Frau Kunigunde von Kyaw im Alter von 85 Jahren. In der Nacht vom 30. zum31. Mai waren starke Fröste, so dass Kartoffelkraut erfror. 

1865 16.05. kam Pastor Karl August Strobel nach Hainewalde. Derselbe wurde mit großer Feierlichkeit empfangen. 

1869 18.05. wurde Fahne, Knopf und Spille wieder auf den Kirchturm gebracht unter entsprechenden Feierlichkeiten. In den Knopf, in dem man viele Münzen gefunden hatte, fügte man noch welche vom Jahre 1869 hinzu. 1875 24.05. wurde der Grundstein zur neuen Schule gelegt, der Bau wurde ohne Unfall beendet.

1876 08.05. wurde die neue Schule durch Bezirksschulinspektor Michael geweiht. Der erste Lehrer an der neuen, der nun 7 klassigen Schule ist Gustav Pohlich aus Oberfriedersdorf. 

1881 27.05. kamen schwere Gewitter mit Schloßenwetter verbunden.Ein Blitzstrahl zündete das Wohnhaus des Tischlers Christoph auf der Charlottenruhe, durch den in Strömen fallenden Regen brannte nur der Dachstuhl ab. 1884 12.05. Einweihung des Karl Wilhelm Dornik Denkmals auf dem Breiteberg, Pfarrer Leuner hält bei prächtigem Wetter die Festrede. 

1887 16./17.05. war ein solches Hochwasser wie es die ältesten Leute im Ort noch nicht gesehen hatten. Der Schaden war außerordentlich groß, zwei Stege wurden fortgerissen. Die Gemeinde erhielt aus Staatsmitteln 13.000 Mark Entschädigung. 

1901 03.05. brannte abends 10 Uhr das Haus vom Maurer Poppe. Als Brandstifter wurde der Schneider Köhler ermittelt, welcher die Tat aus verschmähter Liebe von der Hausfrau begangen hatte. Er wurde mit Gefängnis bestraft, in welchem er später verstorben ist.

Juni

1861 17.06. schlug der Blitz in den herrschaftlichen Irrgarten in eine Birke, war der Luftdruck ein solch gewaltiger, dass die Fensterscheiben im alten Schützensaale zersprangen. 

1865 10.06. Begann der Umbau und die Vergrößerung der Kirchschule. Die Schulstunden während des Baus fanden im oberen Kretscham statt. 22.06. wurde der Herrschaft Joachim Ernst Gustav von Kyaw und dessen Gemahlin Martha lsodora von Döring-Purschwitz ein Sohn geboren, der am 22. Juli in der Taufe den Namen Moritz Joachim Ernst erhielt. 

1868 01.06. wurde der Ortsrichter Rößler begraben, während dem Begräbnis kam ein großes Schloßenwetter, es richtete viel Schaden an.

1875 05.06. schlug der Blitz in das Haus des August Tannert im Oberdorfe, es brannte der Dachstuhl ab. 

1884 22.06. kam der 17-jährige Gerber Großer in der Möbiuschen Gerberei ums Leben, indem bei einem entstehenden Brande derselbe betäubt und in einen Gerberbottich fallend ertunken war. Alle Rettungsversuche waren vergebens. 

1886 20.06. Nicht weniger sommerlich, dagegen recht regenreich, welche Witterungsverhältnisse auch einigermaßen beeinträchtigten, doch verlief die damit verbundene Fahnenweihe noch günstig. Der Schreiber dieses hielt von einer festlich geschmückten Tribüne herab die Weihrede, angesichts des zumeist auf Kosten des Herrn von Kyaw nun völlig renovierten Schießhauses und allgemein zahlreichen Vereins– und Menschenmenge. Die Fahne war der privilegierten Schützengesellschaft von Frl. Luise von Kyaw geschenkt worden. 21.06. Heute wies der Ortspfarrer den neuen Hilfslehrer Kohlberger in der kleinen Schule in sein Amt ein. Herr Grunert, der Vorgänger, war nach Radgendorf gekommen. 

1888 Der Hausflur in der Pfarrerwohnung wurde schön getäfelt, die alten roten Ziegel verschwanden, dazu auch Haus, Treppe und Vorsaal vom Maler Klette geschmackvoll gemalt, so dass der Eintretende den Eindruck eines behaglichen und würdigen Daseins empfängt. 

1889 Der Bau der Dorfstraße wird nach unten und oben fortgesetzt und wieder ein gutes Stück gefördert, auch endlich der Weg am linken Ufer der Mandau, welcher von der Postbrücke bis an den Pfarrberg und unter demselben hin nach dem Kirchsteg führt, wird erhöht und wesentlich verbessert. 

1891 Seit vielen Jahren ist es nicht vorgekommen, dass innerhalb der ersten 6 Monate 26Personen in der Gemeinde starben. 

1893 18.06. feierten die Priv. Schützen das 200-jährige Jubiläum. 





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